Worum es geht
Prognoseprogramme werten Ihre Kassendaten der letzten Monate aus und rechnen Wetter, Ferien und Feiertage ein. Daraus schlagen sie für jede Filiale und jedes Produkt eine Backmenge vor. Sie entscheiden, ob Sie den Vorschlag übernehmen.
Anbieter nennen in eigenen Referenzen zum Beispiel über 22 Prozent weniger Retouren bei Brötchen oder 35 Prozent weniger Retouren insgesamt. Eine unabhängige Messung für deutsche Handwerksbäckereien haben wir nicht gefunden.
So gehen Sie vor
- Klären Sie, ob Ihr Kassensystem Verkaufsdaten pro Artikel und Stunde exportieren kann. Ohne diese Daten funktioniert keine Prognose.
- Messen Sie vier Wochen lang Ihre Retouren pro Filiale. Das ist Ihr Vergleichswert.
- Lassen Sie die Prognose einige Wochen parallel laufen, ohne ihr zu folgen, und vergleichen Sie sie mit Ihren eigenen Bestellungen.
- Erst dann für eine Filiale umstellen.
Fragen an den Anbieter
- Welche Kassensysteme werden angebunden?
- Wie lange dauert die Einführung, und was kostet sie zusätzlich zum Abo?
- Gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag, wenn auch Personaldaten verarbeitet werden?
- Kann ich die Vorschläge pro Filiale überstimmen?
Darauf achten
Reine Verkaufsmengen pro Artikel enthalten in der Regel keine Angaben zu Personen. Sobald das Programm aber auch Dienstpläne oder Kundenkonten verarbeitet, brauchen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag.